So geht es den Menschen

Viele Menschen schämen sich, über körperlichen Beschwerden während der Sommer-Uhrzeit offen zu sprechen. Wir sind der Meinung, das müssen sie nicht - und das sollen sie nicht.

Wir bieten hier ein Sprachrohr für alle Betroffenen ihr Leiden zu schildern, damit sie endlich gehört werden.

Maria P.

“Jeden Sommer fühlte ich mich tagsüber antriebslos und litt unter Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und ausgeprägter Müdigkeit.
Aufgrund meiner Beschwerden drohte mein soziales Umfeld zu zerbrechen. Häufig wurde mir Faulheit unterstellt und  ich musste mir  Tipps wie: ‚“Dann geh doch einfach früher schlafen.“ anhören. Jedoch war es mir selbst durch ein bewusst frühes Zubettgehen und das Ausschalten sämtlicher elektronischer Geräte nicht möglich, früher als für mich normal (1 Uhr) einzuschlafen. Daher entschied ich mich dazu, insbesondere während der Sommerzeit meinen Arbeitsbeginn auf 10 Uhr zu legen. Hierzu war ein Jobwechsel notwendig.
Seitdem fühle ich mich wieder gesund und motiviert und bin kaum noch anfällig für Infekte. Mir wurde bewusst,  dass ich weder Faul noch undiszipliniert bin, sondern, dass ich zu den späten Chronotypen gehöre und akzeptiere mich nun als Eule.

Leider kann sich nicht jeder so wie ich seinen Arbeitsbeginn aussuchen , oder ist bereit, den Job zu wechseln. Daher betrachte ich das von einigen Politikern angedachte Einführen der dauerhaften Sommerzeit, als gesundheitsgefährdend und problematisch.”

Von einem Fernfahrer

"Da ich Berufskraftfahrer bin und seit es die sogenannte Sommerzeit gibt, nur Nachteile gehabt habe, sage ich schon lange: Weg mit der Sommerzeit! Habt ihr euch schon mal überlegt für wen das bisher gut war? Man möge mir verzeihen, aber es hat doch nur was für die "Verantwortlichen" was gebracht, damit sie länger in ihren Garten sitzen können. Otto Normalverbraucher hat nur Nachteile. Ich kann jeden Abend eine Stunde später in meine Koje klettern weil es draußen zu warm ist und kein Mensch bei diesen Temperaturen im Lkw schlafen kann. Aber den Termin am Morgen muß ich trotzdem einhalten ob ich fit bin oder nicht. Dann wundern sich viele warum es auch noch so viele Unfälle gibt. Schlafstsörungen sind bei uns Lkw Fahrer doch normal. Aber wen Interessiert das schon. Also weg mit der Sommerzeit und zwar sofort!!!!"

Mutter von Schulkindern

"Zombies am Frühstückstisch - moderne Form der Folter

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
es ist wieder so weit: die Sommerferien sind zu Ende, und wir sitzen wieder vereint am Frühstückstisch, blaß, tiefe Schatten um die Augen, keiner spricht ein Wort, mitten aus dem Tiefschlaf gerissen. Zombies am Frühstückstisch.
Meine Kinder rühren das Essen kaum an, zu k.o., der Magen ist noch nicht bereit zur Nahrungsaufnahme vor 6.00h MEZ.
Dann schlafwandeln sie los, auf Ihren Schulweg, und man kann jeden Tag drei Kreuzzeichen machen, wenn sie und auch man selbst, wieder heil zu Hause ankommen. Denn, es stehen ja nicht nur wir unter Schlafentzug, sondern auch der Rest der Bevölkerung, der auf den Straßen aktiv ist.

Und warum das alles???
Ja, Dank einer Verordnung, die besagt, daß die Schule um 7:00 h MEZ (= 8:00 MESZ) beginnt und alle eine Stunde früher zum Arbeiten anfangen müssen. Diese Verordnung lautet: Sommer-Zeitverordnung.
Hätte man diesen Erlaß damals in den 80igern [...]"  
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Mutter von Schulkindern - Teil II

"Zombies am Frühstückstisch-Fortsetzung / Hochseilakt auf Zehenspitzen

Sehr geehrte Damen und Herren,
die 3.Schulwoche und für mich die 4.Arbeitswoche sind um. Meine Familie, die Zombies frühmorgens vor 6.oo h am Frühstückstisch, verwandelt sich schleichend in blutleere Vampire mit noch mehr Schatten um die Augen. Wir waren eigentlich allesamt erholt nach dem Sommerurlaub und kraftvoll. Voller Tatendrang, Ideen und positiver Energie. Leider ein Schauspiel von kurzer Dauer:
Mehrere Wochen Schlafentzug durch die nach wie vor bestehende Sommer-Zeitverordnung hinterlässt Tag um Tag mehr seiner Spuren. Einer meiner Söhne ist bereits auf der Strecke geblieben. [...]"   
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Pensionierter Grundschullehrer

"Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit den frühen 1990er-Jahren mehren sich die Stimmen derer, die die seit 1980 in Deutschland verordnete Sommerzeit-Umstellung kritisieren.
Ich selber – pensionierter Grundschullehrer, Jahrgang 1938 - habe mich bis heute nicht daran gewöhnt. Selbst im Ruhestand fällt es mir schwer, etwa wegen ärztlicher Termine um 8 Uhr im Sommerzeit-Halbjahr eine Stunde früher aufzustehen. Meine innere Uhr macht das während der ganzen Zeit nicht mit. Schalte ich im Winterhalbjahr gegen 22.30 Uhr das Licht aus, so werde ich im Sommer-Halbjahr nicht vor 23.30 Uhr müde.
Als ehrenamtlicher Mithelfer an Grundschulen mißbillige ich es scharf, daß auch Grundschulkindern und Lehrkräften diese Zeitumstellung rücksichtslos übergestülpt wird. [...]"  
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Manuel N​.

"Ich bin ein 39 alter Mann. Ich bin verheiratet. Und ich möchte etwas, das ich für selbstverständlich hielt: Ich möchte leben, um meine Tochter aufwachsen zu sehen; Ich möchte mit der Liebe meines Lebens, meiner Frau, alt werden.

Ich habe mich während der Sommerzeit immer schlecht gefühlt, vor allem, weil ich immer sehr früh aufwachen musste: erst um zur Schule, dann an der Universität und jetzt für die Arbeit. Ich habe immer von allen um mich herum gehört, dass man sich daran gewöhnt. Immer wenn ich darauf hinwies, dass ich müde war, machten meine Kollegen Witze darüber, dass ich morgens zu faul sei. Und so lächelte ich schüchtern in Akzeptanz und behielt schüchtern den Gedanken für mich, dass ich mich schlecht fühlte. Dies war mein ganzes Leben lang der Fall.

Letztes Jahr hatte ich während eines Gesprächs mit meiner Frau das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen. Wohlgemerkt, ich bin in meinem Leben nie in Ohnmacht gefallen. Was in der Realität passierte, so wurde mir später von meiner Frau erzählt, war, dass ich einen vorübergehenden Gedächtnisverlust erlebte. [...]" Zum Volltext klicke hier.

 
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